Die kurze Antwort
Eine einfache App kostet zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Eine mittlere App mit Nutzerverwaltung, Backend und mehreren Screens liegt bei 15.000 bis 50.000 Euro. Komplexe Enterprise-Apps oder Plattformen kosten 50.000 Euro und mehr – nach oben gibt es keine Grenze.
Das klingt nach einer großen Spanne. Ist es auch. Aber der Unterschied ist nicht Willkür – er spiegelt den tatsächlichen Aufwand wider. Im Folgenden erklären wir, was hinter diesen Zahlen steckt.
Wichtiger Hinweis
Die Preise beziehen sich auf Festpreis-Projekte mit einem professionellen deutschen Entwickler. Freelancer aus Osteuropa oder Offshore-Agenturen können günstiger sein – aber Qualität, Kommunikation und Wartbarkeit des Codes variieren stark.
Preistabelle App-Entwicklung 2026
Wir haben drei Kategorien definiert, die den Großteil der Anfragen abdecken. Wo fällt Ihr Projekt ein?
| Kategorie | Preisspanne |
|---|---|
| Simple MVP / Proof of Concept | 5.000 – 15.000 € |
| Mittel Standard Business App | 15.000 – 50.000 € |
| Komplex Enterprise / Plattform | 50.000 – 150.000 €+ |
Diese Werte gelten für eine Cross-Platform App (iOS + Android aus einem Codebase, z. B. mit Ionic/Angular oder React Native). Native Apps (getrennte iOS und Android Entwicklung) kosten in der Regel 30–50 % mehr.
Was den Preis einer App beeinflusst
Es gibt fünf Hauptfaktoren, die den Preis Ihrer App bestimmen. Je klarer Sie diese Faktoren vor dem ersten Gespräch definieren, desto präziser wird Ihr Angebot.
Anzahl und Komplexität der Features
Jedes Feature kostet Entwicklungszeit. Ein einfacher Screen (z. B. eine Info-Seite) braucht 4–8 Stunden. Ein Checkout-Prozess mit Zahlungsintegration kann 40–80 Stunden kosten. Definieren Sie genau, was Ihre App können muss – und was sie nicht können muss.
Backend und Datenbankanbindung
Braucht Ihre App eigene Nutzerverwaltung, gespeicherte Daten oder eine Schnittstelle zu Ihrem ERP/CRM? Dann benötigen Sie ein Backend. Dies kann 30–50 % der Gesamtkosten ausmachen. Einfache Apps ohne Backend sind deutlich günstiger.
Design: Standard oder Maßanfertigung
Ein solides UI auf Basis eines Design-Systems (z. B. Material Design) ist deutlich günstiger als ein vollständig individuelles Interface. Für die meisten Business-Apps reicht ein gutes Standard-Design – sparen Sie hier, wenn die Funktion im Vordergrund steht.
Native vs. Cross-Platform
Eine Cross-Platform App (z. B. mit Ionic oder React Native) läuft auf iOS und Android aus einem Codebase. Das ist günstiger und schneller. Native Apps bieten etwas mehr Performance, kosten aber fast doppelt so viel. Für 90 % der Business-Apps ist Cross-Platform die richtige Wahl.
Integrationen und Drittanbieter-APIs
Zahlung via Stripe oder PayPal, Maps via Google, Login via Auth0, Messaging via Firebase – jede externe Integration bringt eigene Komplexität. Planen Sie 8–20 Stunden pro Integration ein.
Festpreis vs. Stundensatz
Wie bezahlen Sie Ihren Entwickler – Festpreis oder nach Aufwand? Beide Modelle haben Vor- und Nachteile. Als Auftraggeber mit einem definierten Budget empfehlen wir fast immer den Festpreis.
Festpreis
- Kostensicherheit von Anfang an
- Klare Lieferdefinition
- Kein finanzielles Risiko für Überschreitungen
- Ideal für klar definierte Projekte
Stundensatz
- Flexibler bei sich ändernden Anforderungen
- Keine Puffer im Angebotspreis
- Gut für iterative Entwicklung
- Risiko: Kosten können unkontrolliert steigen
Wir bieten grundsätzlich Festpreise an. Das zwingt uns zu gründlicher Planung und gibt Ihnen Sicherheit. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Festpreis vs. Stundensatz: Welches Modell ist besser für Ihre Software?
Versteckte Kosten, die viele vergessen
Der Entwicklungspreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Planen Sie auch folgende Posten ein:
App Store Gebühren
Apple Developer Account: 99 $/Jahr. Google Play: einmalig 25 $. Diese Gebühren fallen unabhängig von Ihrer App an.
Server- und Hostingkosten
Wenn Ihre App ein Backend hat, entstehen laufende Kosten für Server, Datenbank und ggf. CDN. Kalkulieren Sie 50–500 €/Monat je nach Skalierung.
Wartung und Updates
iOS und Android veröffentlichen regelmäßig neue Versionen. Ihre App muss aktuell gehalten werden. Planen Sie 10–20 % der Entwicklungskosten pro Jahr für Wartung ein.
Marketing und App Store Optimierung (ASO)
Eine fertige App ohne Marketing bringt keine Nutzer. Budgetieren Sie für Screenshots, Beschreibungen, Ads und Onboarding.
Fazit & nächste Schritte
App-Entwicklung ist eine Investition. Eine gut gemachte App kann Ihren Vertrieb automatisieren, Prozesse digitalisieren und echten Mehrwert für Ihre Kunden schaffen. Eine schlecht gemachte App kostet Sie Zeit, Geld und Nerven.
Unsere Empfehlung: Starten Sie mit einem MVP – einem Minimum Viable Product mit den wichtigsten Features. Sammeln Sie Nutzerfeedback und bauen Sie darauf auf. So minimieren Sie das Risiko und maximieren den Lerneffekt.
Als Beispiel: Die Bio-Lieferbox App haben wir in 12 Wochen entwickelt – mit klarer Scope-Definition und Festpreis. Lesen Sie die vollständige Case Study.
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